//Aufgebrauchtes Glück und ein Endspiel, das keines war//
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Vor 14 Jahren wurde der VfB Meister in der Kreisklasse A. In folgenden 13 Jahren mauserte sich der VfB zum Bezirksligadino und kreierte den Mythos der unabsteigbaren Mannschaft. Ein Mythos der nun sein Ende findet.
Unter Trainer Carsten Neff gelang in der Saison 2011/2012 der Aufstieg in die Bezirksliga. Am letzten Spieltag setzte man sich gegen den Tabellenzweiten aus Hügelsheim durch und festigte den Aufstiegsanspruch.
Die meisten aus dem damaligen Kader haben mittlerweile die Fußballschuhe an den Nagel gehangen, doch nicht so der frühere Kapitän Heiko Doninger. Dieser läuft weiterhin für den VfB auf – wenn auch vorzugsweise nur noch in der zweiten Mannschaft.
Die Jahre in der Bezirksliga hätten unterschiedlicher nicht verlaufen können. Vom vermeintlichen Abstieg in der Saison 2014/15, der am „grünen Tisch“ durch die zwischenzeitliche Aufstockung der Liga von 16 auf 18 Mannschaften abgewendet wurde, bis hin zum souveränen Klassenerhalt, erlebten die VfB-Fans alles. Der VfB hatte sich in der Bezirksliga etabliert und egal wie eng es werden würde, für den VfB reicht‘s.
Sinnbildlich dafür steht das Fernduell der letzten Saison mit Hügelsheim. Ein Abstiegskampf, der sich immer weiter zuspitzte. Zur Winterpause abgehängt im Tabellenkeller bewies man Moral und rettete sich am letzten Spieltag auf den Nichtabstiegsplatz.
Doch in dieser Saison war das Glück aufgebraucht. Ein vielversprechender Saisonstart, ein zwischenzeitliches Spitzenspiel gegen den späteren Meister aus Ötigheim, ja selbst 20 Tore von Marvin Meier konnten den VfB nicht in der Liga halten.
Am Ende sind 18 Niederlagen zu viel für den Klassenerhalt. Nur drei Siege zu Hause. Der Bezirksligadino dankt ab. Auch die letzte Hoffnung: Rettung durch die anderen starb. Vergeblich klammerte man sich an den letzten Strohhalm „Aufstiegsspiele“. Wenn Durchbachtal und Muggensturm gewinnen, dann hält man die Klasse! Wenn das Endspiel gegen Ottenhöfen gewonnen wird, dann reicht sogar nur ein Sieg einer Mannschaft…
Das Spiel gegen Ottenhöfen war kein Endspiel, es war ein Abschiedsspiel. Ein Abschied aus der Bezirksliga. Ottenhöfen konnte dieses zwar gewinnen, aber auch sie müssen sich verabschieden. Denn weder Durbachtal noch Muggensturm konnten sich in ihren Aufstiegsspielen durchsetzen. Damit steigen vier Mannschaften aus der Bezirksliga ab. Eine davon ist der unabsteigbare VfB Unzhurst. Doch jeder Abstieg bedeutet auch einen Neuanfang.
Neue Herausforderer und alte Bekannte
Sportlich werden den VfB-Fans noch mehr Derbys geboten, während der SV Sasbach den Gang in die Kreisliga mitgeht. Warten unter anderem bereits der FV Ottersweier und FV Gamshurst in der Kreisliga auf uns.
Zeit für neue Helden
Mit dem Abstieg steht auch ein Umbruch im Kader an. Mit Luca Bleisteiner und Robin Friedmann wurden bereits zwei Abgänge bei ihren neuen Vereinen vorgestellt. Luca folgt Gino Peugler nach Bühlertal in die Verbandsliga. Robin hingegen bleibt in der Bezirksliga und wechselt zum SV Vimbuch. Es stehen weitere Abgänge und Neuzugänge an, diese werden im Rahmen des Sportfestes vorgestellt.
Kann Marvin Meier seine Torbestmarke in der Kreisliga ausbauen? Gelingt der direkte Wiederaufstieg? Wird ein neuer Mythos geschaffen? Viele Fragen bleiben offen.
Der Mythos des unabsteigbaren VfB ist vorbei. Vielleicht beginnt jetzt aber die Geschichte eines neuen Mythos. Vielleicht wächst in der neu geformten Mannschaft der nächsten Saison bereits die nächste Vereinsikone heran.
Sicher ist: Wenn die VfB-Gemeinschaft zusammenhält, kann – unabhängig von der Liga – Großes erreicht werden. Dass dieser Zusammenhalt lebt, zeigt sich Jahr für Jahr beim Sportfest. Er wird auch die Grundlage für den nächsten Neuanfang sein.


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